
Täglich verarbeiten wir die frische Bio-Heumilch unserer 17 Kühe in unserer Hofsennerei zu
verschiedenen Schnitt- und Hartkäsespezialitäten.
Die Vermarktung von unserem Käse erfolgt direkt
ab Hof in unserem Hofladen und durch einige Marktfahrer. Außerdem dürfen wir einige auserlesene Genießerrestaurants und Bioläden beliefern.
Seit 1994 sind wir ein anerkannter Biobetrieb. Gemeinsam mit der ganzen Familie erledigen wir die täglichen Arbeiten auf unserem Hof.
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, energieautonom zu wirtschaften und setzt dafür auf erneuerbare Ressourcen. Eine große Photovoltaikanlage auf dem Hofdach liefert Strom, während eine Hackschnitzelanlage Wohnhaus, Stall und Sennerei mit Warmwasser versorgt – das Holz dafür stammt direkt aus dem eigenen Wald. Zudem sorgt eine innovative Heubelüftung, kombiniert mit der PV-Anlage, für eine effiziente und energiesparende Trocknung des Heus. Die Kombination aus Indach-PV-Anlage und Heustock bringt dem Hof gleich doppelte Vorteile. Durch die Dachabsaugung wird bereits erwärmte und getrocknete Luft unter den Dachziegeln für die Heutrocknung genutzt, was die Effizienz deutlich steigert. Gleichzeitig sorgt die Luftzirkulation dafür, dass die PV-Module gekühlt werden und dadurch eine höhere Leistung erbringen. So profitieren sowohl die Heutrocknung als auch die Stromproduktion voneinander. Dank dieser Maßnahmen kann der Hof vollständig auf fossile Brennstoffe verzichten und produziert inzwischen sogar mehr Energie, als er verbraucht.
Unsere Kühe wohnen in einem geräumigen, hellen Laufstall. Das heißt, sie können sich rund um die Uhr frei bewegen, Spaziergänge machen, leckeres Heu oder frisches Gras vertilgen und wenn ihnen der Sinn nach relaxen steht, es sich in einer der vielen Liegeboxen gemütlich machen. Die Liegeboxen in unserem Stall sind so genannte "Tiefboxen". Diese sind für Bauer Jakob zwar wesentlich aufwendiger in der Erhaltung, dafür können es sich unsere Kühe auf einer 30 cm hohen "Strohmatratze" gemütlich machen.
An unseren Laufstall ist zudem ein großes Freigehege angeschlossen. Auch dieses können unsere Kühe jederzeit besuchen. Besonders gerne genießen unsere Tiere hier die lauen Sommerregen. Aber auch im Winter nutzen sie gerne die Nachmittage im Freien um ein paar Sonnenstrahlen zu tanken.
Alle unsere Kühe sind genetisch hornlos, denn wir züchten auf Hornlosigkeit. Was das heißt?
Natürliche Hornlosigkeit bei Rindern ist zwar eher selten, gibt es aber schon seit jeher. Bei jeder Rinderrasse gibt es Kälber, welche ohne die Anlage zur Hornbildung geboren werden. Eine Laune der Natur quasi. Da diese Hornlosigkeit dominant ist, vererbt sich diese auf die Nachfahren. Das heißt jedes Kalb, das hornlose Vorfahren hat, wird selbst ohne Hörner geboren.
So hat sich unsere Herde im Laufe der Jahre zu einer natürlich hornlosen Kuhschar entwickelt.
Bauer Jakob hat seinen Kühen im Stall mehrere Regenduschen installiert. Diese verschaffen Abkühlung an heißen Sommertagen. Schön zu sehen, wie genüsslich die Kühe dieses „Spa-Angebot“ nutzen.
Im Auslauf befindet sich eine automatische Massagebürste für unsere Kühe. Diese ist ideal, wenn sich die Tiere am Rücken kratzen, oder wenn sie sich eine ausgiebige Massage gönnen wollen.
Jede unserer Kühe hat einen Namen, und so nennen wir sie auch. Typischerweise bekommt ein Kälbchen immer einen Vornamen mit dem selben Anfangsbuchstaben wie die Mutter. So ist zum Beispiel unser Rind Dolores die Tochter von unserer Kuh Doris.
Im Frühjahr, Sommer und Herbst dürfen sich unsere Kühe das frische Gras natürlich selbst von der Weide holen. Und sollte es auf Grund der Witterung einmal nicht zumutbar sein, die Kühe auf die Weide zu lassen, holen wir mit dem Traktor das frische Gras und servieren es unseren Kühen direkt "auf den Teller".
Seit einigen Jahren betreiben Jakob und Annemarie homöopathische Gesundheitsvorsorge bei unseren Kühen. Durch aufmerksames Beobachten des Verhaltens können Erkrankungen oft schon vor Ausbruch festgestellt werden. Wenn bereits zu diesem Zeitpunkt mit homöopathischen Globuli und Hausmitteln behandelt wird, kann eine ernsthafte Erkrankung oft vermieden werden. Seit wir uns hiermit stärker auseinandersetzen, benötigen wir deutlich seltener einen Tierarzt und haben insgesamt eine gesündere Herde.
Immer öfter werden wir gefragt, wie die Kälberaufzucht bei uns aussieht. Unsere Kälber sind für uns keineswegs eine Nummer oder nur ein „Kalb“! Jedes unserer Kälber ist ein kleines, sehnlichst erwartetes Wunder. Schon Tage vor der Geburt überprüft Daniel im Stundentakt das Wohlbefinden der Kuh. Schlaflose Nächte gehören zur Tagesordnung – es kann ja jederzeit losgehen. Jedes Kalb, das bei uns geboren wird, egal ob weiblich oder männlich, hat einen Namen und wird von uns mit viel Liebe und Hingabe gepflegt!
Fakt ist, dass es in einem Milchbetrieb schlichtweg nicht möglich ist, die Kälber dauerhaft bei der Mutter saugen zu lassen. Unsere Kühe sind Milchrassen, das heißt, sie produzieren mehr Milch als das Kalb trinken kann. Daher schafft es ein Kalb nicht, das Euter der Mutter zu leeren. Es entstehen gefährliche Euterentzündungen.
Dennoch ist es uns wichtig, Mutter und Kalb eine enge Beziehung zu ermöglichen.
Nach der Geburt bleibt das Kalb einige Stunden bei der Mutter. Ein ganz wichtiger Prozess ist das Trockenlecken des Kälbchens durch die Mutter. Diesem stehen wir natürlich nicht im Wege.
Danach kommt das Kälbchen in unseren Kälberstall, dieser ist eigentlich eine große Liegebox mit Stroh, die in den Laufstall der Kühe integriert ist. Somit können sich Mutter und Kalb regelmäßig „sehen“.
An den Kuhstall ist ein großes Außengehege angeschlossen, damit die Kühe jederzeit raus können. Auch der „Kälberstall“ hat ein Außengehege, welches direkt and das Gehege der Kühe angrenzt.
Sobald es das Wetter zulässt (etwa von April bis Ende Oktober) dürfen unsere Kühe täglich auf die frische Weide. Dieses Vergnügen wollen wir natürlich auch unseren Kälbern nicht nehmen, weshalb diese gemeinsam mit den Kühen auf die Weide dürfen.
Die weiblichen Kälber bleiben ein Leben lang bei uns und werden mit viel Liebe am Hof großgezogen. In ihrer "Teenager-Zeit" dürfen die Kälber dann einige Sommer auf der Alpe Breitenalpe (beim Schigebiet Diedamskopf) verbringen, bis sie eines Tages als wichtiger Bestandteil unserer Herde beste Milch für unseren Käse erzeugen.
Wir sind ehrlich, auch wir können nicht alle Stierkälber auf dauer bei uns am Hof behalten. ABER, wir können unser Bestes tun, damit diese dennoch ein schönes Leben haben und nicht unter wiedrigen Umständen durch die Welt transportiert werden. Daher bleiben alle unsere Stierkälber mindestens 6 Wochen bei uns am Hof und werden mit Muttermilch aufgezogen. Dann werden unsere Kälber entweder von uns oder von anderen Bauern in Vorarlberg fertiggemästet und hier geschlachtet.
Dies ist übrigens keinesfalls finanziell rentabel – aber alles andere können wir mit unserem Gewissen nicht vereinbaren.


Mit Stolz durften wir den Tierschutzpreis des Landes Vorarlberg entgegennehmen. Es freut uns sehr, dass wir als Vollerwerbslandwirtschaft mit diesem Preis ausgezeichnet wurden. Für uns eine schöne Bestätigung, dass Tierschutz und Tierwohl nicht nur im "Hobbybereich" möglich sind.
Du willst wissen weshalb wir diesen Preis verdient haben und wie es den Kühen bei uns geht? Gerne erzählen wir dir im folgenden ganz ehrlich, wie es bei uns im Stall aussieht.